Von der Kunst, das Rauschen des Meeres auch im Hauptstadtdschungel zu hören

Von der Kunst, das Rauschen des Meeres auch im Hauptstadtdschungel zu hören - 2008

Wieder aufgetaucht

Nach zwei spannenden Wochen unter der Wasseroberfläche bin ich wieder aufgetaucht und habe mich nunmehr an die Waterkant begeben, um dort nachzuholen, was ich im sonnigen Ägypten verpasst habe: noch ein wenig Weihnachten zu feiern.

Weihnachtsstimmung kam bei 24 Grad Celsius tatsächlich nicht auf, wurde allerdings auch kaum vermisst. Dazu kam ich bei zwei Tauchgängen am Tag und dem, was sonst noch so geklärt und erlebt werden wollte, gar nicht. Es war eine wundervolle Zeit, unter wie über Wasser. Zum ersten Mal hab ich mich mit der Unterwasserkamera versucht (wenn man mal von den Schnappschüssen in Australien absieht) und daran mehr Spaß gefunden, als ich erwartet hatte. Die Ergebnisse findet ihr hier (Fotos) und hier (Filme). Aber am meisten genieße ich noch immer, einfach ganz ohne "Zusatzaufgabe" durch das Blau zu gleiten. Und da kann ich auch auf solch nervenaufreibende Erlebnisse wie einen ins Jacket abblasenden Inflator verzichten (aber gut, so ist man wieder um eine Erfahrung reicher).

Auch über Wasser waren das zwei spannende und ereignisreiche Wochen, die mich sicher noch eine ganze Weile beschäftigen werden - im positiven Sinne. Eines steht jedenfalls fest: Auch dieses wird nicht das letzte Mal in Dahab gewesen sein.

Hier gibt's die Fotos

Hier gibt's die Filme (auch einen neuen Tanzfilm...) 

P.S.: Und denkt an mein Gästebuch-Desaster (siehe unten)...

(29.12.08)

Schöne Bescherung...Ich habe mein gesamtes Gästebuch gelöscht...Dabei wollte ich eigentlich nur einen doofen Spameintrag entfernen. Nun sind alle Eure netten Kommentare weg )-: Über neue freue ich mich daher besonders! Und ab heute abend oder morgen gibt's auch endlich Neuigkeiten und Fotos der letzten Wochen! (29.12.08)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Waltz to the road

(Achinoam Nini)

"And the road and the road
and the car and the car
and your wrist touching my hair
we know we are traveling far, far
but we haven't decided on where
and the sound of my name in your mouth

is spicy and sweet or soft as a prayer

I say, lets turn to the south,

there is nothing and everything there." (08.12.08)

 

In der Weihnachtsbäckerei...

hat ein kleiner Zuckerbäcker heute ganz viele bunte Plätzchen gebacken. Wenn man die alle auf einmal essen würde, bekäme man mit ziemlicher Sicherheit einen Zuckerschock! Ach, wie schön ist doch die Weihnachtszeit, wenn man mal von dem üblichen Dezember-Stress absieht. Schade eigentlich, dass ich dieses Jahr die Hälfte der Weihnachtszeit verpassen werde. Aber ich freue mich auf die Alternative! (30.11.08)

Klanggewaltig

Noch immer ganz benommen von dem Klang...was für ein passen- des Ambiente, was für eine wunderschöne Atmosphäre. Ein großer Dank an alle Mitwirken- den, insbesondere die wunder- baren Musiker und Solisten, und natürlich unsere Chorleiter! Ich bin stolz darauf, Teil der studiosi cantandi zu sein! (23.11.08)

Schneeflöckchen, Weißröckchen

Wie sich doch die Welt innerhalb weniger Stunden so verwandeln kann! Da saßen wir nun in einer Pizzeria, nach dem schönen Konzert, und als wir vor die Tür traten, da war die Stadt um uns herum ganz hell und still! Alles war mit einer dicken Schneeschicht bedeckt. Die Rückfahrt durch die Stadt von Kreuzberg nach Charlottenburg fühlte sich an wie eine Fahrt durch eine Märchenlandschaft. Ein ganz anderes Berlin. (23.11.08)

Denn alles Fleisch, es ist wie Gras...

Was so düster beginnt, wendet sich schließlich noch zum Guten: "Selig sind die Toten, die in dem Herrn ruhen". Und doch passt das "Deutsche Requiem" von Brahms in diese dunkle Jahreszeit, insbesondere in diese Woche, in der es nie so richtig hell wurde, die Temperatur von über 12°C auf unter 0°C sank und der Regen in Schnee überging. Trotz aller Düsternis ist es doch ein ergreifendes Gefühl, mit 100 Sängern und fast 70 Musikern in einer Kirche zu stehen und Brahms' revoluntionäres Werk zum Klingen zu bringen. Fast unbeschreiblich ist das Gefühl, wenn Chor und Orchester zum "Der Tod ist verschlungen in den Sieg" ansetzen und die eigene Stimme eins wird mit dem Gesamtwerk...und wenn ich dabei die Augen schließe, meine ich, in der Ferne ein Rauschen zu hören...heute abend ist es soweit, die "Posaune wird erschallen" in der Emmauskirche in Kreuzberg. Und morgen noch einmal im Prenzlberg. (22.11.08)

Geh-Denken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Kommunist.

 

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.

 

Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich nicht protestiert;
ich war ja kein Gewerkschafter.

 

Als sie die Juden holten,
habe ich nicht protestiert;
ich war ja kein Jude.

 

Als sie mich holten,
gab es keinen mehr, der protestieren konnte." (Martin Niemöller)

 

Heute jährte sich nicht nur der Mauerfall von 1989. Vor 70 Jahren, am 9. November 1938, testeten die Nazis das "Bystander"-Potenzial der Deutschen und stellten erfreut fest, dass kaum jemand protestierte, als randalierende Horden jüdische Geschäfte zerstörten, Synagogen anzündeten und jüdische Bürgerinnen und Bürger demütigten, schlugen, deportierten und töteten. Mit einem solch passiven, insgeheim zustimmenden oder zumindest vor Schreck erstarrten Volk würde noch viel mehr möglich sein.

Ein Marsch von der Herz-Jesu-Kirche zur Gethsemane Kirche im Prenzlauer Berg gedachte der vielen jüdischen Läden und ihrer Besitzer, die dort einst das Stadtbild prägten.

Jenes Verhalten, das die meisten Deutschen vor 70 Jahren zeigten, lässt sich wohl kaum besser beschreiben als mit Martin Niemöllers berühmtem Gedicht. (09.11.08)

"Liebe Schwester...

...da ja bei uns Angst und Not immer größer wird, so will ich Dir auch mein Anliegen mitteilen. Gestern sind wieder die Autos dagewesen und vor acht Tagen auch, sie haben wieder viele abgeholt, wo man nicht gedacht hätte. Es wurde uns so schwer, daß wir alle weinten, und vollends war es mir schwer, als ich M. S. nicht mehr sah . . . Nun möchte ich bitten, daß Du für mich einstehen würdest, daß ich zu Dir kommen dürfte, denn wir wissen nicht, ob sie nächste Woche nicht wieder kommen. – Wenn wir je einander nicht wiedersehen würden, so will ich meinen herzlichsten Dank aussprechen für alles, was Du an mir getan hast." So lauten einige Zeilen eines Briefes einer Insassin der Pflegeanstalt Königslutter, den sie während der NS-Zeit schrieb, in größter Not, weil um sie herum die Patienten der Nervenheilanstalt von den Nazis abgeholt und ihrem uns allen bekannten Ende zugeführt wurden. Sie war nur eine der ca. 200.000 Menschen, die die Nazis in den - abscheulicherweise - sogenannten "Gnadentod" schickten. Da könnte mir noch immer speiübel werden, wenn ich daran denke, dass auch heute noch in einigen Ländern auf dieser Welt Menschen zwangssterilisiert werden, weil ihre Regierung der Meinung ist, dass ihr Genom es nicht wert sei, vererbt zu werden. (28.10.08)

 

Sag nicht, Du hast es nicht gewusst

Immer wieder begeistert von dieser Stimme und der Musik und von dem Wunsch beseelt, dies mit möglichst vielen Menschen zu teilen, heute mal wieder ein kleiner Einblick in das, was die letzten Wochen musikalisch so passiert ist. Ach ja, und danke Ihnen, Frau Brunner, für die freundliche Ermahnung...Schatz!

Hört selbst: Sag nicht, Du hast es nicht gewusst

(23.10.08)

"De Alde Gott lebt noch"...

...stellte erfreut ein junger Bursche fest, als er - nach dem dreißigjährigen Krieg durch den fast entvölkerten Schwarzwald irrend - doch noch auf eine junge Frau traf. Die beiden taten sich zusammen und pflanzten (angeblich) die ersten Reben des heute berühmten Weines "Alde Gott". Und ich hatte das Vergnügen, gemeinsam mit drei großartigen Mädels eine Woche Urlaub bei einer Winzerfamilie in Sasbachwalden zu verbringen und dort ganz viel über diesen Wein zu erfahren. Folgende Bilder illustrieren den Werdegang des Alde Gott (in diesem Fall Spätburgunder) und damit gleichzeitig auch unser Objekt der Begierde in der letzten Woche:

1. + 2. Bild: Der Spätburgunder noch an der Rebe

3. Bild: Beim "Herbschte"

4. Bild: Oechslegrad (Zuckergehalt) messen

5. Bild: Fix und fertig vom "Herbschte"

6. Bild: Ruländer (Grauburgunder/Grauer Burgunder) bei der Anlieferung in der Winzergenossenschaft Sasbachwalden

7. Bild: Im Spezialitäten-Weinkeller

8. Bild: "Keschde" (Esskastanien) und neuer Wein: lecker!!!

Ach, und übrigens: Auch wenn es kaum zu glauben ist, aber auch in den Bergen kann man, wenn man genau hinhört, die Augen schließt und einen Schluck neuen Wein die Kehle hinabrinnen lässt, das Meer rauschen hören...

(18.10.08)

 

Saturday, bloody Saturday

Manche Entscheidungen lassen sich nicht einfach so von heute auf morgen fällen. Und sicherlich ist es eine bittere Erkenntnis, wenn man feststellt, dass eine Beziehung nicht mehr zu retten ist, obwohl man immer wieder alles versucht hat, gekämpft, gezweifelt, gehofft, geliebt...und am Ende doch aufgibt. Was bleibt, ist die Ungewissheit, ob man das Richtige getan hat, ob man nicht doch einmal mehr der Liebe eine Chance hätte geben sollen, ob die guten Zeiten, die man gemeinsam durchlebt hat, eine Trennung nicht lediglich als den bequemeren Weg, als das Weglaufen in schlechten Zeiten erscheinen lassen. Eine Garantie, keinen Fehler begangen zu haben, kann ich Dir nicht geben, mein Lieber. Dafür aber das Gefühl, jederzeit für Dich da zu sein, wenn die Zweifel an Deiner Entscheidung gestern allzuviel Raum in Deinem Herzen einnehmen. Dann werde ich Dich daran erinnern, dass gestern der erste Tag in Deinem neuen Leben war. (05.10.08)

AusgeSCHLOSSen

Nach einem wunderbaren Wochenende mit einem Haus voller Freunde und viel, viel Sonne sollte heute morgen langsam der Alltag wieder beginnen. 15 Minuten, nachdem die verbliebenen Gäste zur Sightseeingtour aufgebrochen waren, wollte ich nur mal kurz auf den Flur und...rums...war die Haustür zu und ich draußen...im Schlafanzug. Natürlich waren die meisten Nachbarn nicht zu Hause (arbeiten ja alle um die Zeit). Irgendwann fand ich doch noch jemanden mit Telefon, kannte aber die Handynummer meines Besuchs nicht auswendig...also meine Mutter angerufen, die den Vater meiner Freundin (den sie gottseidank kennt) erst bei der Arbeit nicht, zu Hause dann aber doch erreichen konnte und der die Handynummer raussuchte. Am Ende kam mein lieber Besuch zurück, um mich mit meinem Ersatzschlüssel wieder in die Wohnung zu lassen. Selten kamen mir 30 Minuten so lang vor wie diese halbe Stunde im Schlafanzug im Hausflur...Gut, dass die Nordenham-Connection mal wieder funktioniert hat! (30.09.08)

Ein Tag im Park

Ein wunderschöner Tag...So viele Gedanken und Sorgen vorher, was wir nur bei schlechtem Wetter machen sollen: Und dann schien schon am frühen Morgen die Sonne und wärmte uns beim Brunch im Park. Ich bin so dankbar für die vielen lieben Menschen, die sich auf den (längeren oder kürzeren) Weg in den Schlosspark gemacht haben, um mit mir zu feiern. Ihr habt mir mal wieder gezeigt, wie reich ich bin, dass ich Euch zu meinen Freunden zählen darf. Es war mir eine Ehre, mit Euch zu brunchen, Federball und Fußball zu spielen, in der Sonne zu liegen, zu schnacken und den Tag zu genießen.

Wenn Ihr noch mehr Fotos sehen wollt, dann schaut !hier! und gebt als Passwort das Land ein, in dem ich nach dem Abi 18 Monate verbracht habe. (29.09.08)

Über die Schwelle

Über die Schwelle bin ich gestern getreten, unfreiwillig, aber dann doch weniger dramatisch als befürchtet (auch, weil ich in guter Gesellschaft war). Möglicherweise ist es auch tatsächlich so, wie mir gutmeinende Frauen in meiner Umgebung immer wieder versichert haben und es beginnt eine spannende und aufregende Zeit. Eigentlich hat sie ja auch schon begonnen, denn seit Anfang dieses Jahres hat sich tatsächlich so Vieles verändert, äußerlich und innerlich. Und diese Website ist nur ein Produkt dieses Wandels.

Wenn ich zurückblicke auf die letzten 10 Jahre, stelle ich fest, dass alles einen guten Weg gegangen ist. Auch die weniger schönen und verzweifelten Momente, die Unsicherheiten an Weggabelungen, wo ich nicht wusste, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe, und das Hadern mit vermeintlich fehlerhaften Schritten haben doch am Ende nicht in den Abgrund geführt, sondern nur die Erkenntnis reifen lassen, sich mehr auf meinen Bauch zu verlassen und weniger zu grübeln. Trotzdem gibt's immer noch eine Menge zu lernen. Gerade im Augenblick erfahre ich wieder einmal, wie wichtig es ist, die Dinge einfach auf sich zukommen zu lassen - auch wenn's schwerfällt -, damit man nicht wie der Schwimmer auf dem Goldfischglasrand (besten Dank an meine liebe Kollegin und meine Chefin) mit voller Energie immer im Kreis paddelt...(23.09.08)

Herzklopfen...

...bekam ich, als ich diesen Trailer das erste Mal sah...und ich war soooo stolz auf mein kleines Brüderchen:

The Journey (seht ihn Euch in "high quality" an!).

Nun ist er mir zufällig wieder in die Hände gefallen und auch, wenn's doch eine Weile her ist und ich den Clip inzwischen x-mal gesehen habe, hat er doch nichts von seinem Herzkopf-Potenzial eingebüßt. Vielleicht geht's Euch ähnlich? Und vielleicht sitzt auch Ihr gerade irgendwo an einem Schreibtisch in einer grauen Stadt und denkt darüber nach, wie es wäre, einfach auszureißen? Dann habe ich einen Tip für Euch: Reiss-Aus (19.09.08)

Alte Freunde

Wieder einmal Hamburg... diesmal aber wenig Wasser, dafür umso mehr Tanz und Musik. Der Karneval der Kulturen und Sonnenschein hielten uns einen ganzen Nachmittag und Abend auf dem Campus. Doch das war nicht der einzige Grund, der uns trotz zunehmender Kälte verweilen ließ: Gerade dann, wenn man's am wenigsten erwartet, trifft man plötzlich alte Freunde wieder und stellt fest, dass auch nach so vielen Jahren eigentlich doch alles beim Alten geblieben ist. Was für ein schönes Gefühl in diesen unruhigen Zeiten. (14.09.08)

By the way gibt's noch zwei neue Filme ("Flötenfisch" und "Riff am Blue Hole") unter Filme für die Unterwasserfreunde unter Euch. (10.09.08)

Von West nach Ost und Ost nach West

Ich kann mich noch gut an eine Zeit erinnern, in der ich Vieles noch nicht verstehen konnte. Warum meine Brieffreundin Katja niemals zu Besuch zu uns nach Hause kommen konnte. Warum wir mehrmals im Jahr große Pakete mit Kaffee, Nüssen und sonstigen Dingen packten, die für mich ganz normale Lebensmittel waren. Warum wir keine Mickey Mouse-Hefte und Benjamin Blümchen-Kassetten im Auto mitnehmen durften und am Grenzübergang Marienborn böse dreinschauende Grenzer unsere Pässe kontrollierten und wir hinterher immer noch in Deutschland waren. Warum wir nicht ins Restaurant gelassen wurden, obwohl dort doch so viele Tische frei waren. Heute, wo ich verstehe, welche Umstände dazu führten, dass Menschen mehrere Jahrzehnte voneinander getrennt wurden, finde ich es bewegend, Menschen in beiden Richtungen über die Glienicker Brücke laufen zu sehen, die einst Ost und West trennte. (10.09.08)

Von einem, der auszog, das Gruseln zu lernen

Hans und Stoffel waren Brüder und die beiden Söhne des Müllers. Stoffel gruselte es den ganzen Tag lang, besonders dann, wenn er durch den dunklen Wald gehen musste. Hans dagegen war sehr mutig und wollte so gern endlich einmal das Gruseln lernen. Doch selbst sein Umzug in das höchste Zimmer des Kirchturms, wo Mäuschen, Eulen und vermeintliche Geistern anzutreffen waren, änderten nichts daran, dass Hans sich einfach nicht gruseln konnte. Ein letzter Versuch, ihn das Gruseln zu lehren, wäre auch fast an seinem schier unendlichen Mut gescheitert, wäre da nicht die hässliche Hexe gewesen, die sich nach dem unvermeidlichen Kuss plötzlich mit Blitz und Donner in eine wunderschöne Prinzessin verwandelte. Da gruselte es den Hans doch sehr. Aber wie immer im Märchen hatte doch alles ein gutes Ende. Denn Hans heiratete natürlich die schöne Prinzessin. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute...(07.09.08)

 

Puppentheater Felicio im Prenzlberg

Mehr Fotos und Filme von unserem Unterwasserabenteuer in Dahab gibts hier:

Fotos Filme

Kein Tauchgang im Stotternheimer Badesee oder

Langnasenbüschelbarsch-Freunde fischen im Trüben

Zugegeben: Es war vielleicht ein bisschen verrückt, bei unter 1m Sichtweite mit fünf Leuten ohne Seil tauchen zu gehen. Aber es war doch eine interessante Erfahrung zu erleben, wie es ist, wenn man innerhalb weniger Sekunden nur noch zu viert statt zu fünft unterwegs ist. Und am Ende sind ja doch alle Taucher wohlbehalten wieder am Strand erschienen. Der sagenumwobene Stotternheimer Badesee war ja leider für Taucher gesperrt. Aber der Klingesee und der Nordstrand bei Erfurt taten es für unser Tauchurlaubs-Revival dann auch. Und einen Haubentaucher hat unser ägyptischer Tauchguide sicherlich nicht noch nicht unter Wasser gesehen. Fast schöner als das Tauchen selbst war die Auffrischung der Erinnerung an unseren Traumurlaub in Dahab: drei Stunden Unterwasserfoto und -film Sichtung bei Shisha und Wein. Danke Mone und Chris für Eure Gastfreundschaft und auf viele weitere Tauchgänge, gern auch mit mehr als 5m Sichtweite, 18 Grad C und unter 7m. (31.08.08)

Tierisches Vergnügen

Ein kurzer, aber doch sehr schöner Wochenendbesuch stand ganz im Zeichen von zwei-, vier-, sechs- und achtbeinigen oder Tieren ganz ohne Beine, die sich mit Flossen, schlängelnd oder kriechend fortbewegen. Schon am Telefon im Vorfeld wurde geklärt, dass unbedingt Schwäne und Enten gefüttert werden müssen ("Und Möwen? - "Möwen gibt's in Berlin nicht." - "Warum?" - "Weil Möwen Fische fressen und die gibt's nur am Meer." - "Wieso, die fressen doch Brot?" - "..."). Dass zu unserer kleinen Fütterung gleich mehrere Dutzend Enten, eine Schwanen-Großfamilie und ca. 100 Spatzen kommen würden, konnte ja keiner ahnen. Und weil heute die Wolken knapp über unseren Köpfen hingen, zogen wir das Aquarium den Tieren unter freiem Himmel vor. Auch aufregend, oder habt Ihr schon mal Koi-Karpfen gestreichelt? Jonte schon! (24.08.08)

Verliebt - Verlobt - Verheiratet

Was für ein wunderschöner Tag! Am selben Ort, an dem Kennedy vor vielen Jahren sein berühmtes "Ick bin ein Berliner" gesprochen hat, gaben sich heute nach fast zehn Jahren wilder Ehe zwei liebe Menschen das Ja-Wort. Es war mir eine Ehre, dabei und Zeugin Eures Bekenntnisses füreinander gewesen zu sein. Ihr habt schon so viel miteinander durchgemacht, so viele Höhen und Tiefen gemeinsam erlebt, dass ich nicht daran zweifle, irgendwann auf Eurer Diamantenen Hochzeit ebenso ausgelassen zu tanzen wie heute in Eurem Wohnzimmer, das mir im letzten Jahr für einige Wochen ein Zuhause war. Ihr habt mir meinen Anfang in Berlin so erheblich erleichtert; dafür werde ich Euch ewig dankbar sein. Und den heutigen Tag werde ich auch niemals vergessen! (20.08.08)

Glasfish, Islands und Blue Hole oder

Dive now - Work later

Why does it always have to be so difficult to come home after a beautiful holiday? Maybe because these short escapes from daily life remind us that there is more than sitting behind the screen in an office that has no sea-view, but only a view on the opposite site of the building, where you find more offices and more people sitting behind screens.

Anyway, this 12 days in Egypt, in Dahab an the Red Sea, were special. After some busy days in Riga this trip was just the perfect way to get away from everything and get my head clear from any heavy thoughts on work, study and whatsoever.

They were special because I found a special group of people, with whom I spent my time not only under, but also above the water (Stefan, Mone, Chris, Martina). They were special because I had the best dive guide there is at the whole Red Sea (Reda). They were special because I was reminded on the fact that I have the best buddy one can possibly find (Kuki). And they were special because I could enjoy so many things I love at the same time: be under water, be the whole time close to the sea, sleep in the desert, learn new skills, relax and sleep with the sound of the waves, meet new people and make friends that stay in my heart for much longer than these two weeks.

Thanx to everybody who has his or her part in this picture. I hope to see you all soon again...preferebly in Dahab! (16.08.08)

Eure Unterstuetzung ist gefragt!!!

Leider kann ich hier in Aegypten keine Fotos hochladen: nur so viel, ich habe einen Traumtauchurlaub.

Aber in der Zwischenzeit koennt Ihr mir einen Gefallen tun und fuer einen tollen Song Eure Stimme abgeben. Macht das unbedingt, denn die zwei haben den Sieg verdient:

 

Anmelden und Voten fuer "Ich rufe Berlin" von Kiki Brunner

 

[Anmerkung der Autorin: Der Wettbewerb ist abgeschlossen und gewonnen haben wie immer nicht die Besten, sondern die mit den besten Beziehungen.]

Wald, Meer und noch mehr Wasser

Was für ein wunderbares Land! Lettland scheint eine Mischung aus Nord und Ost. Das gilt sowohl für das Aussehen der Menschen als auch für den Klang der Sprache und den Geschmack der landestypischen Küche! Insbesondere von Letzterer habe wir in den letzten Tagen nicht genug bekommen können: Palmeni und Minipizza, graue Erbsen, lettischen Käse und tiefschwarzes Brot, geräucherten und gebratenen Fisch, herbes oder süßes oder auch

alkoholfreies Bier und lettischen Balsam, den man besser nicht auf nüchternen Magen trinken sollte. Abgesehen von der faszinie-

renden Hauptstadt gibt es in Lettland abseits der touristischen Pfade einsame Wanderwege durch unendliches Grün und über kristallklare Flüsse. Auf dem Land kann man noch viel vom ursprünglichen Lettland sehen, fernab des Gucci- und Valentino-Schickimicki Rigas. Mein persönlicher Höhepunkt war natürlich der Tag an der Ostsee! Welches Land hat schon über 30 km weißen Sandstrand am Stück zu bieten? (29.07.08)

Mehr Fotos

Paris des Nordens

Diesen Namen trägt die lettische Hauptstadt mit ihren zahlreichen Jugendstil-Bauten zu Recht! Viele davon sind restauriert, erstrahlen in neuem Glanz und beherbergen aufstrebende Wirtschaftsunternehmen oder ausländische Botschaften. Andere sind dem Verfall preisgegeben, verströmen aber ihren ganz eigenen Charme. Dazwischen findet man noch vereinzelt Spuren der sowjetischen Besatzung, direkt neben modernsten Bars und Restaurants, in die sich der durchschnittliche Tourist aufgrund unpassender Bekleidung und mangelnder Schönheit  (oder dem, was hier dafür gehalten wird) gar nicht hineintraut.

Und, ganz wichtig für mich: Mitten durch die Stadt fließt die Daugava, die aufgrund ihrer Breite daran erinnert ganz nah am Meer zu sein. Das Geschrei der Möwen und der stetige frische Wind unterstreichen dieses Gefühl. (27.07.08)

People of the world – look at Berlin, where a wall came down

200.000 auf der "Fanmeile" in Berlin. Und ich mitten drin, obwohl ich solche Massenveranstaltungen sonst doch eher meide. Aber irgendetwas sagte mir, dass ich gern dabei sein würde, um einen eigenen Eindruck von dem - hoffentlich - zukünftigen Präsidenten der USA zu erhalten. Wesentlich mehr beeindruckt als der charmante Obama hat mich dann aber doch die Masse Mensch, die zu diesem Polit-Ereignis wie zu einem Popkonzert oder der Übertragung eines Fußballspiels gepilgert war und einem Mann zujubelte, der es durchaus verstand, die Berliner für sich zu gewinnen. Was versprechen sich die Menschen von Obama? Oder ist es am Ende gar nicht Obama selbst, der die Menschen auf die Straße zog, sondern vielmehr die Aussicht auf das Ende der Ära George W. Bushs? Apropos Bush, hat ihn irgendjemand in der letzten Zeit gesehen? (25.07.08)

Tuschkasten

Als wäre ich in einen gefallen, so sah das aus. Carli war zwar der Meinung, ich sähe ganz normal aus und könnte ruhig immer so rumlaufen. Mhm, ich glaub nicht! Für die klischeehafte Darstellung von Brahms' verklärten und verträumten Zigeunerliedern war's aber genau richtig. Oder passt der Aufzug (der zugegebenermaßen auch als Piratenbraut hätte durchgehen können) nicht zu: "Sonne küsst das ganze Erdenrund...heißer küsst mich dein Rosenmund, dein Rosenmund. Du, meine Rose, mir ins Auge blick, dass ich dich segne, in meinem Glück, in meinem Glück!" (21.07.08)

Spreepiratinnen

Wasser von unten, Wasser von oben und, nunja, "Wasser" von innen. Ein Ausflug ganz nach dem Geschmack einer Meeresliebhaberin. Das Ganze dann noch in Begleitung von drei wunderbaren Frauen, mit denen ich ein herrliches Wochenende hatte. Schön, dass wir so viel gemeinsam haben, vor allem das Schicksal, entweder gerade 30 geworden zu sein oder bald zu werden. Aber wir wollen das mal nicht als grausames Schicksal, sondern als den Anfang eines spannenden neuen Lebensabschnitts betrachten! (20.07.08)

Denkwürdiges

Manchmal brauchen Pläne eine Weile, bis sie in die Tat umgesetzt werden. Seit ich in Berlin angekommen bin, wollte ich einen Ersatz für den Poetry Slam im Hamburger Molotow finden. Auch mangels passender Begleitung kam es bislang nicht dazu. Gestern abend endlich war es soweit. Die Chaussee der Enthusiasten im RAW-Tempel in Friedrichshain ist zwar kein Slam, steht der Veranstaltung in Hamburg in Qualität und Unterhaltungswert der Texte jedoch in nichts nach und findet sogar jede Woche statt. Wenn man eine Location als Letzte verlässt, kurz bevor man vom Personal freundlich zum Gehen aufgefordert würde, dann spricht das doch für die Denkwürdigkeit des Abends, oder? (10.07.08)

Am Strand

Manche Bilder sprechen für sich, da braucht frau(ke) nicht mehr viel hinzuzufügen. Wir hatten einen wundervollen Tag am Strand, genauer am Stettiner Haff: warmes Wasser, weicher Sand und eine leichte Brise. Eigentlich perfekt! Aber ein bisschen perfekter geht ja immer (-:..Danke Euch beiden Süßen, Kiki und Carli, für einen wundervollen Tag! Und nächstes Mal können wir dann ja nach Niederfinow zum Schiffshebewerk fahren (-; (05.07.08)

Sommerpause

Mein Magen hat Sommerpause. Er soll sich erholen von dem, was hier weiter unten auf der Seite zu lesen ist, vor allem von zu viel Pralinen und zu viel Bier. Außerdem wollte ich mir mal wieder beweisen, dass es auch ohne feste Nahrung (wenigstens für einen begrenzten Zeitraum) möglich ist, mein ganz normales Leben weiterzuleben. Und wie schon bei den letzten Malen geht's mir dabei super! Zugegeben, mir fallen selten so viele gute und leckere Rezepte ein wie während des Fastens und an Eis, Pizza und Latte Macchiato einfach so vorbeizugehen, fällt doch im Sommer um einiges schwerer als im Winter. Aber aus diesem Grund werde ich mich diesmal auch bemühen, das Fasten früher zu brechen, nicht erst nach drei Wochen. Das ist schon allein deswegen nötig, weil ja in Riga und Ägypten bestimmt eine Reihe unbekannter Geschmacksvariationen ausprobiert werden wollen (-:...(03.07.08)

Ausnahmezustand

Dass es ziemlich laut sein kann, wenn man mitten in Köln direkt an einer Kreuzung wohnt, mag nicht allzu sehr überraschen. Wenn es dort noch lauter ist, obwohl nur noch ganz wenige Autos fahren, weil ein Großteil der Innenstadt abgesperrt ist, dann kann das eigentlich nur eines bedeuten: Deutschland hat es  - wenn auch nur mit Mühe - ins Finale der EM geschafft! Dank eines unfähigen Zugfahrers konnte ich zwar nur die letzten 20 Minuten des Spiels sehen, hatte damit aber anscheinend den spannendsten Teil der Partie erwischt. Und danach durfte trotz des erheblichen Schlafmangels nach 3 Tagen Power-Seminar in Brüssel ein Gang durch die außer Kontrolle geratene Innenstadt von Köln natürlich nicht fehlen. (26.06.08)

Große Politik, dunkles Bier und süße Pralinen

Letzte Woche redete ganz Europa über die Iren, ach was, schimpfte, fluchte, belächelte und wunderte sich. Diese Woche zerbrachen sich dann der Rat unter der slowenischen Ratspräsidentschaft, die Kommission und das Europäische Parlament den Kopf, wie nun mit diesem "Nil" der Iren umzugehen sei und was überhaupt dazugeführt haben könnte. Es ist wenig überraschend, dass sich die Institutionen dabei gegenseitig den Schwarzen Peter zuschoben.

Diese Umstände machten den ohnehin geplanten Aufenthalt in Brüssel umso spannender, auch wenn es dabei eigentlich um die Menschenrechtspolitik der EU ging. Ganz nebenbei war eine wunderschöne Stadt zu besichtigen, die weit mehr zu bieten hat als schnieke Anzugträger, leckere Schokolade und hochprozentiges Bier. Besondere Freude macht auch das Wiedersehen mit einem guten Freund, den ich nun doch ein wenig um sein Leben in dieser aufregenden Stadt beneide. Eines ist jedenfalls sicher: unter welchen Umständen auch immer, ich komme zurück nach Bruxelles. (26.06.08)

Mehr Fotos

Unbekanntes rollend entdecken

Was macht man, wenn man sich unbedingt draußen bewegen will, aber nicht zum Laufen aufraffen kann? Richtig, man holt seine Inlineskates aus dem Keller und los geht's. Vorher ein kurzer Blick in die Satellitenkarte von Google Earth (auf der man leider auch nicht Kopfsteinpflaster von geteerten Straßen unterscheiden kann) und dann einfach drauf los gerollt. Und ich war überrascht, was es in meiner Umgebung so zu entdecken gab: einige Hektar Kleingartenkolonien mit so wohlklingenden Namen wie "Paradies" und "Zukunft" und natürlich dem üblichen Publikum; ghettoartige Wohnsilos, an deren Balkonen die abblätternde Farbe von auffällig vielen Deutschland-Flaggen verdeckt wird; aber eben auch grüne Lungen, wie der Plötzensee, an dem dank des bereits angepfiffenen Fußballspiels kein Mensch mehr anzutreffen war. Und auf der Brücke am Westhafen dann ein wunderschöner Sonnenuntergang - einer dieser Momente, in denen das Meer ganz nah ist...(18.06.08)

Trauerspiel im Biergarten

Eigentlich wollte ich nur den Tag ausklingen lassen. Ich wollte ein wenig entspannen nach einer dank des wegen Unwetter gesperrten Münchner Flughafens kurzen Nacht und vielen Stunden Input über Marketingkonzepte und die unglaublichen Fehler, die in diesem Bereich noch immer begangen werden. Was könnte man da in München besseres tun, als sich in einem Biergarten unter lauter bierselige Münchner zu begeben und der Lust zum Public Viewing nachzugeben?

Konnte ja keiner ahnen, dass diese Partie gegen Kroatien so ein Trauerspiel werden würde. Und als in den letzten 15 Minuten starker Regen einsetzte und kurze Zeit später ein heftiges Gewitter über die Stadt zog, passte dann auch das Wetter zur Stimmung.  (14.06.08)

Fußballfieber

Nun ist es also wieder ausgebrochen, das allgemeine Fußballfieber. Die Sonne strahlt und alle hoffen auf das Sommermärchen Teil 2. Sogar die deutsche Abwehr scheint sicher zu stehen. Ob es tatsächlich so friedlich zugehen wird wie vor zwei Jahren, bleibt noch abzuwarten. Bislang blieb der Krawall zumindest hier in Berlin jedoch aus. Und am Samstag zum ersten Spiel der Türkei war Kreuzberg zwar in einheitliches Rot-Weiß getaucht, die Stimmung jedoch eher fröhlich und aufgeregt als angespannt. So macht Fußball Spaß. (10.06.08)

Seltenes Glück - oder: Warum Männer lieber Ananassaft als Bier trinken sollten

Endlich...endlich mal wieder waren wir zusammen. Ein Jahr hat es diesmal gedauert und die Freude war ein wenig getrübt, denn eine fehlte. Und sie fehlte wirklich sehr! Aber auch zu viert war es wunderschön, mit dem

Fahrrad kreuz und quer durch die Stadt zu fahren, zu shoppen, viel Eis, Kuchen und Kaffee zu konsumieren, trinken zu gehen, zu feiern, zu grillen, ein bisschen erlebte Geschichte zu erfahren und vor allem: upgedatet zu werden! Obwohl Ihr so weit weg seid, seid Ihr doch so schnell wieder ganz nah und ich hoffe wirklich, dass unsere Gespräche nirgends aufgezeichnet wurden. Obwohl, da könnte der ein oder andere sicher noch eine Menge lernen...Dank vor allem an Dich, Tobi, für die erhellenden Erläuterungen! (08.06.08)

Mehr Fotos

Wenn Engel reisen

Wenn Engel reisen, dann ist der Himmel strahlend blau und die Sonne lacht. Wenn sie dann ungewohnte, schöne Klänge hören, dann verweilen sie vielleicht einen Augenblick auf ihrer Reise und halten ihre kleinen Ohren ans Fenster. Was sie dort am Wochenende in Potsdam hören konnten, hat sich der ein oder andere Engel sicher fast die Unsichtbarkeit kosten lassen. Wieder einmal hatte ich das Vergnügen, Kiki Brunner singen zu hören. Wer sie noch nicht kennt, dem sei dringend empfohlen, mal einen Blick in meine Linksammlung zu werfen. Die Musik teile ich gern; der Flirt mit der Kamera dagegen, der bleibt hoffentlich noch eine Weile mir vorbehalten...bis die Profikarriere beginnt (-: (01.06.08)

Mehr Fotos

Wortlos

Warum vertrauen wir? In welchem Augenblick entscheidet sich, ob wir unserem Gegenüber vertrauen? Nach wie vielen Minuten, Stunden, Tagen? Was gibt uns bei fremden Menschen die Gewissheit, dass wir in guten Händen sind? Eine kurze nicht-repräsentative Umfrage ergab, dass Vertrauen viel mit der Stimme eines Menschen zu tun hat. Aber was, wenn die Begegnung wortlos ist? Was, wenn die Stimme nicht zur Verfügung steht? Was ist es dann, das uns einem Menschen vertrauen oder misstrauen lässt? Ein Blick? Ein Lächeln? Eine Berührung? Oder vielleicht doch alles zusammen - das, was wir mit dem weiten Begriff Ausstrahlung zu fassen versuchen...(24.05.08)

Frühlingsregen

Draußen ist Frühling, fast schon Sommer. An diesem Wochenende konnte ich das deutlich fühlen: die warme Sonne und gleichzeitig ganz kleine, kaum spürbare Regentropfen auf der Haut. Ruhe findet man in dieser großen Stadt eher an wenigen Orten. Dennoch gibt es sie, die kleinen Paradiese, an deren Ufer man sitzen und sich geborgen fühlen kann. Und nachts haben die Sterne eine Menge zu erzählen. Vielleicht sind die Prozesse, die vor vielen Millionen Jahren bei ihrer Explosion abgelaufen sind, sogar für all das Leben auf dieser wunderbaren Erde verantwortlich? Möglicherweise werden wir das nie erfahren. Aber es lohnt sich doch, darüber nachzudenken. (18.05.08)

Zitat des Tages

"Man muss auch mal auf ein Opfer verzichten können." Weise Worte, Frau Brunner, wenn auch nur geklaut. (15.05.08)

Ungewohnte Klänge

Neben dem Rauschen des Meeres gibt es noch eine Reihe anderer Klänge, die mich berühren und daran erinnern, wie schön das Leben ist. Meist steht mein Klavier ziemlich unscheinbar da; gestern abend zu vorgerückter Stunde entlockte ihm jemand ganz wundervolle Töne. Das sind die Momente, in denen ich mir ein alleinstehendes Haus im Nirgendwo wünsche, denn ich hätte diesem privaten Konzert noch die ganze Nacht lauschen können. Danke, Renzo, für dieses intensive Erlebnis. (14.05.08)

 

Hamburg, meine Perle

Noch habe ich in Berlin keinen Ort gefunden, an dem ich genauso intensive Heimatgefühle spüre wie am Hamburger Hafen. Das, was ich dort so liebe - der Geruch von Meer, der Lärm aus dem Containerterminal, das Möwengeschrei, das Rufen der Seemänner auf den Barkassen - war allerdings kaum zu hören, denn wieder einmal wurde Hafengeburtstag gefeiert.

Aber am Samstag abend lief ich mit einem lieben Menschen durch die Straßen dieser Stadt und mitten durch die laue Sommernacht hörten wir plötzlich - mehrere Kilometer von der Elbe entfernt - das Liebesgeflüster der Schiffe auf dem Strom. Das entschädigt für alles und gibt Kraft für das, was ich so vorhabe in der nächsten Zeit. Und nicht zu vergessen: Dank an die Hamburger, die mir wieder einmal solch einen warmen Empfang bereitet haben. Ich trage Euch auch in der Hauptstadt immer im Herzen. (12.05.08)

Foto: Jenny Kirschey

Bei Streik: Mord

Internationaler Tag der Arbeit. In den Nachrichten das alle-Jahre-wieder Gewohnte, wenn auch mit vertauschten Rollen: brennende Autos und Neonazis in Hamburg, friedlich durch die Straßen ziehende Gewerkschafter in Berlin. "Gute Bezahlung muss drin sein." In Berlin kämpfen Gewerkschaften für höhere Löhne, für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze, für bessere Arbeitsbedingungen. In Kolumbien auch. Aber dort müssen sie deswegen um ihr Leben fürchten. Mit unserer amnesty-Aktion heute auf der DGB-Demo am Brandenburger Tor haben wir hoffentlich einen kleinen Beitrag dazu geleistet, auf ihre Situation aufmerksam zu machen, und uns solidarisch gezeigt. (01.05.08)

Nacht unterm Sternenhimmel

Manchmal muss man ungewöhnliche Dinge tun, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Nach einem seltsamen Abend auf dem Balkon blieb ich einfach draußen. Eingehüllt in meinen Schlafsack verbrachte ich eine wunderbare Nacht unter freiem Himmel. Aber ich habe etwas Wichtiges nicht beachtet: Ich muss aufpassen, dass nicht alle Sterne herunterfallen. Aber dagegen hilft vielleicht das Aufspannen eines Sonnenschirms. Der ist tagsüber ja eher störend, vor allem, wenn endlich mal die Sonne scheint. So wie heute. (01.05.08)

Großstadtlärm

An manchen Tagen gelingt es nicht. An manchen Tagen ist einfach kein Meer zu hören. Auch dann nicht, wenn man so lange die Luft anhält, bis es nicht mehr geht. Stattdessen flackert eine Kerze im Wind, der nichts zu erzählen hat von fernen Ländern und fremden Menschen...nur vom Lärm der Hauptstadt. Nicht einmal eine Ahnung von Salz und Möwengeschrei. Das sind verlorene Tage. (28.04.08)

Wandelbar  

Neulich sagte mir jemand: Du bist so wandelbar, wie in einer ständigen Metarmorphose. Auf jedem Bild siehst du anders aus. Wer bist du eigentlich? Wohin sind deine Antennen ausgerichtet? Auf den Fernsehturm oder auf den Mond? Am gestrigen Abend jedenfalls war ich ganz bestimmt nur eine, auch wenn noch eine andere dabei war. Die jedoch war der Grund dafür, dass ich genau die eine sein konnte. (26.04.08)

Auf zu neuen Ufern

Endlich ist es soweit...Diese Seite lag mehr als ein Jahr lang brach, nun möchte ich sie endlich mit Inhalt füllen. Welcher Art, welcher Gestalt, das bleibt spannend. Aber zunächst dient sie vor allem mir selbst. Erinnerungen an Wegmarken, an besondere Augenblicke und interessante Menschen und die Momente, in denen ich mitten im Großstadtdschungel Berlins das Meer rauschen hören kann. Vielleicht möchte der oder die ein oder andere mich ein Stück auf meinem Weg begleiten? (26.04.08)