Von der Kunst, das Rauschen des Meeres auch in der Hansestadt zu hören
Fr
09
Apr
2010
Bulgarien, 21 Jahre nach der Wende
Der Grund der Reise war eigentlich ein anderer: Endlich sollte ich offiziell werden, was ich eigentlich schon seit Herbst 2008 war: Theos Taufpatin (Patentante klingt so altmodisch...)! Diese Ehre wurde mir in einer kleinen, süßen Kirche in der bulgarischen Stadt Sliven am Fuße des Balkan-Gebirges statt. Und während eine bulgarische Bekannte von Theos Großmutter während der Taufe jene Aufgaben übernahm, die für mich mangels Sprachkenntnissen etwas schwierig waren, musste ich den kleinen nackten Frosch dreimal hintereinander ins - allerdings lauwarme - Taufwasser tauchen. So will es die Tradition der bulgarisch orthodoxen Kirche. Ich hoffe, dass er das schnell wieder vergisst und mich nicht als die böse Tante in Erinnerung behält!
Fr
12
Feb
2010
Wenn einer eine Reise tut...
..., dann kann er was erleben. Damit auch alles klappt und es keine bösen Überraschungen gibt, gebe ich für REISS AUS! in einem Around the World Blog regelmäßig nützliche Informationen. Den Blog findet Ihr hier: www.aroundtheworldticket.blogspot.com!
Mo
08
Feb
2010
Ostseezauber
Mein Jammern in der vergangenen Woche ist passé! Denn dieses Winterzauber-Wochenende an der Ostsee war einfach wunderschön! Ohne Worte...einfach genießen!
Do
10
Dez
2009
Advent in der Hansestadt
Ich bin angekommen. Zumindest körperlich. Ich bin zurück in Hamburg, der Stadt, in die ich mich in der Hauptstadt immer gesehnt habe. Über das ganze freuen auf Neues und organisieren der 1000 Dinge, die mit dem Umzug und Arbeitsplatzwechsel zusammenhingen, habe ich vergessen (oder ausgeblendet?), dass ein Neuanfang gleichzeitig auch einen Abschied bedeutet.
Mo
23
Nov
2009
Räumung
Zum gefühlt tausendsten Mal packe ich meine Siebensachen zusammen. Regale leeren sich, Schränke zeigen nur gähnendes Schwarz, wenn man ihre Türen öffnet. Stück für Stück verschwindet mein Leben in Kartons und Säcken. Bei vielen Dingen muss ich erst einmal überlegen, was damit geschehen soll. Was behalte ich? Wovon trenne ich mich? Soll ich kiloweise Zeitschriften, die ich nie wieder lesen werde, behalten? Soll ich kiloweise Uniunterlagen, die ich vermutlich auch nie wieder brauche, wegwerfen? Und so zieht sich das Packen hin. Fotos ansehen, alte Briefe lesen, Erinnerungen wiederentdecken. Ein Umzug ist auch ein bisschen Aufräumen im Leben. Mit Vergangenem abschließen, sich von Gegenständen trennen, und sich gleichzeitig sehr bewusst darüber sein, welche Stücke man mit in das neue Leben hinüberretten möchte. Und welche Menschen...
Fr
20
Nov
2009
Mein Klavier, mein Klavier
Jetzt ist es weg! Fast 25 Jahre lang hat es mir gehört. Nicht immer hat es nur für freudige Stunden gesorgt. Einige Male habe ich mir von meinen Eltern zum Geburtstag gewünscht, dass ich mit den Klavierstunden aufhören darf. Aber ihr "später wirst Du einmal froh sein, dass Du das gelernt hast" hat sich bewahrheitet. Insbesondere in den letzten drei Jahren habe ich gern an meinem Klavier gesessen und mein Lieblingsstück von Chopin, das Regentropfenpreludium, gespielt. Oder Taizé-Lieder oder Schumanns Arabeske oder oder oder. Nun wurde es von einem riiiiiiiesigen Klaviertransporteur abgeholt. Der hätte auch Sumo-Ringer sein können. Erstaunlich, dass er das Klavier nicht einfach mit einem Finger die Treppen hinuntergetragen hat. Aber so schnell konnte ich gar nicht gucken, da war es verschwunden. Ich hätte nicht gedacht, dass mein Herz so sehr daran hing, aber als ich heute morgen zum letzten Mal einige Stücke auf MEINEM Klavier spielte, kullerten mir ein paar Tränen die Wangen hinunter.
Fr
20
Nov
2009
Tierisches
Nur ein paar Fotos aus der Arche Warder, die sich um die Erhaltung fast ausgestorbener Nutztierrassen kümmert...besonders der Esel und die Schweine haben es mir angetan.
Di
10
Nov
2009
Wir alle sind Berlin
Regen, Schnee und eine eisige Kälte, die langsam aber sicher von unten her die Beine hochkriecht. Warum nochmal habe ich mir nach 4 Stunden auf der Autobahn und vielen Stunden im Büro angetan, bei typischem November-Wetter mit Hunderttausenden anderen am Wahrzeichen Berlins, am Brandenburger Tor, auszuharren? Besondere Ereignisse erfordern manchmal ein besonderes Durchhaltevermögen. Am 9. November 1989 geschah, was kaum jemand für möglich gehalten hatte: Die Menschen in Ostdeutschland brachten die Mauer zum Einstürzen und läuteten damit das Ende eines Unrechtssystems ein.
So
25
Okt
2009
Braun und Rot
Nur noch wenige Wochen bleiben mir in Berlin. Seit ich vor ca. drei Jahren hergezogen bin, standen einige Orte auf dem sprichwörtlichen Zettel, die ich immer mal besuchen wollte. Einer davon das Konzentrationslager Sachsenhausen in Oranienburg. Sicherlich kein Ort, an den man gern einen Ausflug mit Freunden unternimmt oder den ich später einmal aufsuchen werde, wenn ich das ein oder andere Wochenende in Berlin verbringe. Das graue, herbstliche Wetter und eine Begleitung, die sich schon in Auschwitz als genau richtig herausgestellt hatte, waren deswegen die passenden Umstände, sich auf den Weg dorthin zu machen. Ich denke, die Bilder sprechen für sich und ich muss nicht mehr allzu viel dazu sagen. Einzig eines: Die Gedenkstätte des KZ Sachsenhausen ist mehr, als nur ein Erinnerungsort des Nazi-Terrors. Es ist auch ein Mahnmal an die andere Diktatur auf deutschem Boden.
Mo
05
Okt
2009
Ein Ägypter in Berlin
Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie oft wir uns in diesen Tagen kopfschüttelnd angesehen haben und es kaum glauben konnten, dass wir uns tatsächlich hier in Berlin wiedertreffen konnten. Und ebenso ungläubig haben noch zwei andere Menschen reagiert, als wir vor ihrer Tür standen. Unangemeldet. Jedenfalls fast. Abgerundet wurde dieser Abend mit einer thüringischen Spezialität. Für den Ägypter. Und mich (-: Schön, wenn man wenigstens ein wenig von der im Land der Pharaonen erlebten Gastfreundschaft zurückgeben kann.
Mi
30
Sep
2009
Gefährliches Bloggen
Von Zeit zu Zeit versuche ich mir bewusst zu machen, was für ein Glück ich habe, in einem Land zu leben, in dem ich so etwas wie diese Website betreiben und hier meine Meinung äußern kann, ohne dass direkt im Anschluss die Polizei vor meiner Tür steht. Auch wenn ich die Seite nicht vorrangig für politische Statements nutze, könnte ich das jedoch jederzeit tun. Das ist nicht überall so. In Ägypten habe ich Menschen getroffen, die in einem völlig anderen Umfeld bloggen. Darüber habe ich einen Artikel geschrieben, der heute veröffentlicht wurde. Ihr findet ihn hier:
Kritische Anmerkungen sind erwünscht!
Mi
23
Sep
2009
Recht behalten
Sie haben Recht behalten: All jene Frauen, die mir vor einem Jahr gesagt haben, dass mit dem 30. Geburtstag die spannendste Zeit in ihrem Leben angebrochen sei. Spannend ist das letzte Lebensjahr unbestreitbar gewesen. Und wunderschön! Das neue Jahr hat außerdem mit einem großartigen Tag begonnen. Das verdanke ich zwei zauberhaften Wesen, die sich wieder mal alle Mühe gegeben haben, mich zu verwöhnen. Knutsch Euch!!!
Mo
21
Sep
2009
Irrwege
Meist ist es kein schönes Gefühl, den Überblick zu verlieren. Andererseits ist das Leben ja selten ein gradliniger Weg, der einen auf der kürzesten Strecke von A nach B bringt. Stattdessen läuft man auch mal in Sackgassen, muss umdrehen und sich einen neuen Pfad suchen. Insofern bildet ein Maislabyrinth vielleicht nur im Kleinen ab, was wir im Großen täglich erleben. Allerdings ist es hier viel weniger verhängnisvoll, mal falsch abzubiegen. Da kommt dann höchstens der ein oder andere Kilometer zusammen.
Di
08
Sep
2009
Auf und Ab
Mein Leben ist derzeit eine Berg- und Talfahrt. An einem Tag sieht alles düster und grau aus, am nächsten möchte ich die ganze Welt umarmen. Nein, ich bin weder manisch-depressiv noch schwanger. Aber es ist so einiges los hier. Und alles fängt damit an, dass ich zurückgehe in den Norden. Zurück nach Hamburg! Das ist aufregend und spannend. Eine oder vielleicht sogar zwei neue Aufgaben, das Meer wieder in der Nähe, alte Freunde öfter sehen und nicht zuletzt regelmäßig nur noch 90km zu fahren statt 360km.
Mi
26
Aug
2009
Fussball als Chance
Langsam aber sicher ist die Sommerpause vorbei! Ich habe mich lange genug hier nicht mehr blicken lassen und dabei wäre doch so einiges zu erzählen. Das Leben steckt mal wieder voller Überraschungen und der Rest des Jahres wird von einigen großen Umbrüchen geprägt sein. Aber bevor ich mich dazu demnächst ausführlicher äußere, heute erstmal der Hinweis auf das unterstützenswerte Projekt eines guten Freundes. Insbesondere Freunde des runden Leders sind hier aufgerufen, einen kleinen Beitrag (gebt Euch einen Ruck, die alten Fußballschuhe benutzt Ihr doch eh nicht mehr) zu leisten. Näheres findet Ihr hier:
So
02
Aug
2009
Abgetaucht
Nach sechs Wochen Kairo war das bitter nötig: ein wenig Erholung am Roten Meer in meinem geliebten Dahab. Das fühlte sich fast schon an, als würde ich nach Hause kommen. Iris schüttelte irgendwann einmal ungläubig den Kopf und bemerkte: "Du kennst hier aber wirklich jeden!" Ganz so ist es natürlich nicht, aber es war schön, alte Bekannte wiederzusehen. Und natürlich war es schön zu sehen, wie sehr Iris und Claas das Tauchen gefiel! Zwei neue Jünger in der Gemeinde der Unterwasserfreunde! Sogar den Langnasenbüschelbarsch haben wir an der Gorgonie in Um Sid entdecken können! Und wie immer war Reda nicht nur der perfekte (Privat-)Guide, sondern diesmal auch ein talentierter Unterwasserfilmer und überhaupt ein sehr, sehr guter Freund! Er war es auch, der eines der Highlights dieser Tage möglich machte: eine Übernachtung in der Wüste.
Di
21
Jul
2009
Das Lächeln im Land der Pharaonen oder Ma Assalama, Insha'allah
Wer das lesen kann, möge bitte die Übersetzung als Kommentar posten! Weitere Fotos der letzten Tage gibts, wenn Ihr auf das Foto klickt!
Kaum zu glauben, aber heute ist tatsächlich mein letzter Tag in Kairo. Ein letztes Mal bin ich heute morgen in aller Frühe mit dem Taxi von Zamalek nach Doqqi gefahren, um meine letzte Arabisch-Einheit hinter mich zu bringen. Nicht, dass ich die nächsten Tage länger schlafen könnte. Fürs Tauchen muss man ja leider auch immer früh aus dem Bett. Aber immerhin erwarten mich dann nicht drei Stunden Arabisch bei voller Konzentration, sondern mindestens zwei Tauchgänge und dazwischen Chillen im Beduinen-Café.
Mi
08
Jul
2009
Besuch in der Totenstadt
Als ich über Ostern Gerhard Haase-Hindenbergs Buch "Das Mädchen aus der Totenstadt" las und vor einigen Wochen auch den Dokumentarfilm über dessen Entstehung ansehen durfte, ging ich davon aus, dass mir ein Blick in diese verborgene Welt auf den Friedhöfen Kairos verwehrt bleiben würde. Die riesigen und unübersichtlichen muslimischen Friedhöfen, auf denen Zehntausende Menschen wohnen, gelten nicht unbedingt als ein Ort, wohin sich ein einzelner Tourist, schon gar keine einzelne TouristIN verirren sollte. Aber dann kam es doch anders.
Di
07
Jul
2009
Plain Talk
Wer meine letzten Einträge verfolgt hat, könnte den Eindruck gewinnen, ich sei ausschließlich zu meinem Vergnügen in Kairo. Das entspricht jedoch keinesfalls den Tatsachen. Nein, ich bin vor allem hier, um einen Arabisch-Kurs zu besuchen. Das nimmt - inklusive Hausaufgaben, die ich natürlich brav mache, um meinem "Streber"-Image gerecht zu werden... - bereits 5 Stunden eines normalen Tages hier ein. Und zwar von 8 Uhr morgens an. Keine einfache Übung für eine Langschläferin wie mich!
Sa
04
Jul
2009
Khufu, Khafre, Zoser und Co.
Wem die oben genannten Namen nichts sagen: All dies waren Pharaonen des Alten Königreichs (ca. 2700-2500 v. Chr.), die sich mit den Pyramiden in Giza und Saqqara Grabmäler für die Ewigkeit gebaut haben. Zoser war gar der erste Pharao, der auf diese Idee kam und in Saqqara, ca. 30 km südlich von Kairo, eine Stufenpyramide baute. Später wurde diese Kunst perfektioniert und die drei berühmten Pyramiden in Giza entstanden.
Do
02
Jul
2009
Alexandria
Zwei Tage bin ich der täglich zunehmenden Hitze Kairos entflohen an die Küste Ägyptens, in die alte geschichtsträchtige Stadt Alexandria. Hier mischen sich ägyptische, griechische und römische Geschichte und vor allem scheint sich hier halb Kairo aufzuhalten.
Sa
27
Jun
2009
Jara
In der letzten Zeit wächst mein Freundeskreis auch ohne mein Zutun stetig an! Am 24.06.2009 hat Jara das Licht der Welt erblickt, nicht ohne ihre Mutter zuvor, ebenso wie Theo, über die Maßen zu strapazieren. Nach diesen beiden Geburten hege ich doch so einige Zweifel, ob es tatsächlich eine gute Idee ist, sich freiwillig solche Schmerzen anzutun? Es wäre doch wesentlich einfacher, wäre es so, wie man sich das als Kind vorgestellt hat und der Storch würde die Kinder bringen...Das würde den Müttern Einiges ersparen!
Wie dem auch sei, Jara, ich freue mich darauf, Dich kennenzulernen!
Fr
26
Jun
2009
Sightseeing
Heute ist Michael Jackson gestorben. Das kommt mir hier irgendwie extrem weit weg vor. Dominiert hier aber durchaus auch zumindest die ausländischen Medien. Ich habe mir heute mal einen Tag Sightseeing gegönnt und die Zitadelle besucht. Darüber gibts nicht so viel zu berichten, stattdessen aber ein paar Fotos zu sehen. Vor einigen Tagen war ich abends schon einmal dort, auf einem Musikfestival, auf dem die unglaublich gute und international bekannte Rai-Band Orchestre Nacional de Barbes kostenlos gespielt hat, vor einer wahnsinnig beeindruckenden Kulisse.
Ansonsten sind meine Tage derzeit von meinem Arabischkurs dominiert. Drückt mir die Daumen für die Zwischenprüfung am Dienstag!
Sa
20
Jun
2009
Streets of Cairo
Es gibt viele Themen, über die ich heute schreiben könnte. Ich könnte von meinen ersten Arabisch-Stunden berichten, von meinem Umzug - raus aus dem lauten und quirligen Downtown Cairo in die Wohnung einer Londoner Journalistin im schönen und zentral auf einer Insel im Nil gelegenen Stadtteil Zamalek - oder meinem nächtlichen Ausflug auf einen Berg oberhalb Kairos, der einen faszinierenden Blick auf die nächtlich hell erleuchtete Stadt bot.
Mo
15
Jun
2009
The first days in the city
Zugegebenermaßen bin ich nicht sicher, ob ich die richtigen Worte finden werde, um die Erlebnisse und Eindrücke der letzten Tage auch nur annähernd realitätsnah und für den Leser nachvollziehbar
wiedergeben zu können. Dazu müsste man Internet riechen, schmecken und vor allem hören können. Da dies leider (und vielleicht zum Glück) derzeit noch unmöglich ist, muss ich wohl doch versuchen, auf
einen Sinn zu reduzieren, was ich hier mit allen meinen Sinnen aufnehme.
Fr
12
Jun
2009
Es geht los
Heute geht's los! Und ich bin mehr als aufgeregt. Der Job ist übergeben, die Sachen gepackt und das Reisefieber steigt...proportional zum Anstieg der Temperatur zwischen dem lausig kalten Berlin und dem heißen, staubigen Kairo. Ich bin so neugierig, was die nächsten Wochen bringen. Jedenfalls werde ich natürlich davon berichten. Hier.
Di
09
Jun
2009
Schritt für Schritt
"Immer schön einen Schritt vor dem nächsten machen". Dieses Zitat - gehört, ja bei wem wohl - scheint mir doch derzeit ganz passend zu sein. Aber wo steht denn geschrieben, dass das zwangsläufig zum Stolpern führen muss?
Do
04
Jun
2009
Theo
Heute ist er endlich auf die Welt gekommen: Theo. Knapp das schöne Datum 030609 verpasst, aber gesund und munter. Und das gilt auch für die Mutter. Naja, gesund jedenfalls, munter eher noch nicht. Aber das kann man wohl zu diesem Zeitpunkt auch nicht erwarten. Jedenfalls bin ich total glücklich über diesen neuen Erdenbürger. Willkommen im Leben!
Mo
01
Jun
2009
Ohne Bild
Manche Ereignisse sollte man lieber nicht mit einem Foto festhalten, auch wenn sie sehr schön und erinnerungswürdig sind. Das gilt umso mehr, wenn daran viele nackte Menschen beteiligt sind. Saunieren ist unglaublich entspannend, vor allem, wenn man zwischen den Saunagängen in den zahlreichen verschiedenen Saunen bei traumhaftem Wetter in der Sonne liegen kann. Aber ohne Frage wäre das alles noch viel entspannender, wenn man nicht diese ganzen nackten Menschen um sich herum hätte. Nackte in der Sauna, Nackte beim Rauchen, Nackte an der Poolbar...Bin ich intolerant, wenn ich das ein oder andere ausgeleierte Gehängsel, knallbunte Tattoo oder den überdimensionalen Bierbauch einfach nicht sehen möchte? Nicht, dass ich mich selbst zu den Topmodels zählen würde. Deswegen fühle ich mich ja an so einem Ort mitten in Ostdeutschland unter lauten Normalos wesentlich wohler als im Luxusfitnessstudio Kaifu-Lodge, das hauptsächlich von gutsituierten Personen, darunter vielen Schauspielern und Models, frequentiert wird. Trotzdem ist der Anblick nicht immer erfreulich. Schön war es trotzdem, denn man kann die Augen ja auch schließen...in der Sauna oder draußen auf der Liege in der Sonne.
So
31
Mai
2009
Traumhochzeit
Und wieder eine Traumhochzeit! Alles passte zusammen: die kleine, süße Kirche im Kern des alten Berliner Dorfes Lübars, der barocke Festsaal, die ausgelassene Stimmung der Gäste und nicht zuletzt das wunderbare Brautpaar. Ich habe schon seit einiger Zeit nicht mehr so lange auf einer Hochzeit getanzt und vor allem nicht mit der Braut, die doch normalerweise immer sehr beschäftigt ist auf ihrer Hochzeit. Danke Euch zweien für das rauschende Fest!
So
24
Mai
2009
Der Wind steht auf Nord
...aus welcher Richtung er derzeit auch immer wehen mag, jedenfalls steht er nicht auf West (1. Song), soviel ist sicher! Und er pustet mir nicht nur durch die Haare und ins Gesicht, sondern räumt auch sonst kräftig auf, fegt alle Zweifel und Befürchtungen davon. Und das alles in einem Tempo, dass mir ganz schwindelig wird. Das allerdings könnte auch an akutem Kalorienmangel liegen, denn Essen kommt im Augenblick auch irgendwie zu kurz. Aber wer kann schon ans Essen denken, wenn alle Gedanken ständig nur um eine Person kreisen? Ich jedenfalls nicht (dazu passt dann das hier) und ich kenne da mindestens noch einen anderen Menschen, dem es glücklicherweise ebenso ergeht...
Mo
11
Mai
2009
Neuentdeckung...
Manchmal wird Neugier und Abgelenktsein doch belohnt...Ihr könnt auch davon profitieren. Hier eine wunderschöne Neuentdeckung:
Und auch, wenn ich das selbst gefunden habe, danke ich doch demjenigen, dem ich das, mein Unkonzentriertsein und noch so einiges andere mehr zu verdanken habe!!!
Mo
11
Mai
2009
Newsticker: Katze macht Ernst
(Weimar/cz) Aus Frust wegen Vernachlässigung versuchte sich am Sonnabend eine Katze in der Fuldaerstraße in Weimar aufzuhängen. Sie kletterte auf ein gekipptes Fenster und schlang sich die Zugkette des Rolladens zweimal um den Hals. Als der Besitzer in das Zimmer trat, sprang die Katze in die Tiefe. Fassungslos raste er zum Fenster. Glücklicherweise war der Rollladen nur auf den Fensterrahmen aufgesteckt. Somit landeten Katze, Kette und Rollladen mit viel Krach auf dem Boden. Anschliessend verschwand der Rolladen samt Katze im Balkonzimmer.
Als Grund für die Tat gab das Tier Vernachlässigung an. Es wollte nicht einsehen, dass BEIDE Besitzer zu einem angeblichen Geburtsvorbereitungskurs fahren mussten.
Am Abend waren erste psychologische Gespräche mit dem Tier möglich.
Fr
08
Mai
2009
Did you see me coming
Did you see me coming?
Was I that obvious?
For all of a sudden
There were just the two of us
Mo
27
Apr
2009
Gran Torino
Meinen jüngsten Kinobesuch möchte ich gar nicht weiter kommentieren als mit: Seht Euch diesen großartigen Film an. Clint Eastwood in einer Rolle, die wohl außer ihm niemand so hätte spielen können. Und dazu ein Titelsong, der nicht einfach nur theatralische Filmmusik ist. Wirklich, diesen Film muss man gesehen haben.
Do
16
Apr
2009
In was für einer Stadt lebe ich eigentlich
Ausnahmsweise bin ich mal nachmittags schon zuhause. Es ist ungefähr 16 Uhr. Statt an meiner Diss zu arbeiten schaue ich den zweiten Teil des Dreiteilers "Die Manns". Die Diss kann bis zum Abend warten. Es klingelt an der Tür. Ich wundere mich, öffne. Vor mir steht mein Nachbar. Aufgelöst. Er zeigt mir sein Portemonnaie. Wegen seiner Sprachbehinderung verstehe ich kaum etwas. Was ich verstehe, ist, dass ihm Geld abhanden gekommen ist. Und dass das etwas mit einem Auto zu tun hat, mit Berliner Kennzeichen, das schnell weggefahren ist. Auch ein Rasierapparat ist Teil der mir bis dahin noch rätselhaften Geschichte. Alles wirkt aber so glaubhaft,
Mi
15
Apr
2009
Kleines Wunder
Was für ein Wunder. Auch wenn ich ja nicht das erste Mal erlebe, dass jemand in meiner Umgebung ein Kind bekommt, bin ich doch einmal mehr fasziniert. Fasziniert davon, dass ich nicht nur zuschauen kann, wie der Bauch der werdenden Mama Tag für Tag wächst, sondern dass ich plötzlich ein kleines Köpfchen spüren kann, das sich gegen die Bauchdecke presst, oder einen Fuß, der gegen meine Hand tritt. Und die Mutter wird auch jeden Tag schöner! Ich kann es kaum noch erwarten, dass ich das kleine Wunder endlich in den Armen halte!
So
29
Mär
2009
Frische Luft
Ein arbeitsreiches Wochenende geht zu Ende. Diss, Arabisch, Matthäuspassion...vielseitige Beanspruchung von Geist und Körper. Bevor ich noch mal ein paar Stunden an den Schreibtisch zurückkehre, brauche ich dringend ein wenig Meeresrauschen und frische Luft. Und wo geht das besser als am Wasser? Selbst wenn's nur die Spree ist; die Kunst ist doch, das Meeresrauschen auch mitten in der Metropole zu hören. Hat tatsächlich funktioniert. Ich muss aber zugeben, dass ich noch was anderes gehört habe, einen Song, der mich heute den ganzen Tag nicht losgelassen hat. Will ich Euch nicht vorenthalten (Ihr müsst ein wenig vorspulen, auf 5:55 Min.):
Mo
16
Mär
2009
pickeschwarz
Drei Stunden absolute Dunkelheit. Ich sehe die Hand vor Augen nicht. Und weder kann ich die Vorspeise, die in drei - wie sich herausstellt - quadratischen Schälchen vor mir steht, ausmachen noch das Weinglas mit leckerem Rotwein. Aber ich habe mir gemerkt, dass es sich rechts von meinem Teller befindet. Alles, was sich beim "Dinner in the Dark" allein mit Gabel oder Löffel bewältigen lässt, isst sich weniger kompliziert als erwartet. Richtig schwierig wird es dann beim Schneiden...wie groß ist das Stück Fleisch eigentlich, das ich gerade abgeschnitten habe, und vor allem, wo ist es jetzt? Es ist ein spannendes Erlebnis, wenn man erst beim Reinbeißen erkennt, was man da gerade zu sich nimmt. Diskussionen gibt es eigentlich nur darüber, woraus die dritte Vorspeise besteht. Aber glücklicherweise ist ja kurz vor dem Ausgang das Menü noch einmal aufgebaut. Und dabei stellt sich heraus: Die Geschmacksnerven funktionieren auch ohne den Sehsinn ganz gut. Und entgegen aller vorherigen Wetten ist weder ein Glas zu Bruch gegangen noch unsere mit Bedacht ausgewählte Bekleidung völlig mit Flecken übersäht. Nur gut, dass niemand Fotos mit einer Nachtsichtkamera gemacht hat. Denn sexy hat das sicher nicht ausgesehen.
Do
05
Mär
2009
Glück
Was ist Glück? Schon wieder eine dieser Grundsatzfragen, die sich mir gerade ganz unvermittelt stellte. Es gibt tausend Möglichkeiten, sie zu beantworten. Aber mir fallen vor allem jene Antworten ein, die ich derzeit bei mir und in meinem Umfeld beobachten kann.
Glück ist auf jeden Fall, nach langer Zeit jemanden wiederzutreffen und festzustellen, dass immer noch etwas da ist. Etwas auf dem sich aufbauen lässt? Ich wünsche es Euch! Glück ist auch, dass die Bombe in Kairo erst hochging, nachdem man sich mit seiner Familie von dem Platz entfernt hatte. Glück ist auch, in der Straße des eingestürzten Kölner Stadtarchivs zu wohnen und trotzdem heil geblieben zu sein (ich bin soooo froh, dass Dir nichts passiert ist!). Und Glück ist ganz bestimmt, in dieser Stadt mal wieder an unerwarteter Stelle auf einen interessanten Menschen getroffen zu sein. Glück ist, die ersten Sonnenstrahlen zu spüren nach einer langen grauen Zeit. Glück ist, sich auf eine Reise zu freuen.
Man kann die Frage natürlich auch negativ beantworten. Was Glück nicht ist: Glück ist nicht, wegen einer Sehnenscheidenentzündung eigentlich gar nicht tippen zu dürfen. Glück ist nicht, jemanden, der einem wichtig ist, traurig zu sehen, weil man ihn verletzt hat und nicht zu wissen, wie man das ändern kann. Glück ist auch nicht, wenn andere über das eigene Leben und Glück entscheiden und denken, sie wüssten, was am besten für einen ist, wenn es am Ende doch nur darum geht, was für sie selbst am besten ist.
So nah liegen Glück und Unglück beieinander.
So
15
Feb
2009
Berlinale der starken Frauen
Wow, was für ein (verlängertes) Wochenende! Im letzten Jahr Blut geleckt, musste ich nun die Gelegenheit einfach wieder nutzen und mir möglichst viele Filme auf der diesjährigen Berlinale ansehen. Und wie schon beim letzten Mal hatte ich auch jetzt wieder einen guten Riecher für einen Gewinner: 2008 war es der Preisträger des Panorama-Publikumspreises, der israelische Film "Lemon Tree", dieses Wochenende der Gewinner des Goldenen Bären, die peruanisch-spanische Produktion "La teta asustada". Und noch eines...
So
08
Feb
2009
Mondenfrau im Sonnenschein?
Es gibt Liedzeilen, die gehen einfach so gar nicht...Mondenfrau im Sonnenschein ist so eine. Wie um alles in der Welt kommt man auf so was??? Das ist Folter für die Ohren. Dann doch lieber "das ist alles wirklich schön, aber ob das alles wirklich ist und ob das wirklich alles ist, das werden wir sehen"! In Erinnerung an die obenstehende Verunstaltung unserer Sprache musste ich dann aber einfach die wundervolle Stimmung mit Fastvollmond am späten Nachmittag an der Alster in Hamburg einfangen. Kann da nicht mal jemand einen Song drüber schreiben?
Mo
02
Feb
2009
Angriff des Killerkrokodils
Eigentlich ist es verrückt und für normale Menschen wahrscheinlich auch nicht nachvollziehbar. Warum fährt man 5,5 Stunden Zug, einmal durch die halbe Republik, um dann in 4,80 m in einer ehemaligen Sauerkrautfabrik mit voller Tauchausrüstung auf Krokodiljagd zu gehen? Ja, warum eigentlich. Wahrscheinlich deswegen, weil die Leidenschaft, sich in einen Neoprenanzug zu zwängen, Sauerstoff aus einem Automaten zu atmen und sich dann für eine Weile völlig schwerelos zu bewegen, so stark ist, dass die Wintermonate ohne diese kleinen Fluchten nur schwer zu überstehen wären. Vielleicht aber auch, weil ich dort mal wieder mit der verschworenen Gemeinschaft des Langnasenbüschelbarsch-Fanclubs zusammentreffen durfte. Dafür ist mir doch kein Weg zu weit, kein Wasser zu flach. Fast hätten wir diesmal sogar den Lotto-Jackpot geknackt (für eine Runde Eis beim nächsten Treffen wird es reichen). Das Wiedersehen war jedenfalls großartig. Für besondere Freude sorgte die Anwesenheit des kleinen Nachwuchstauchers (oder der -taucherin???), der im Gegensatz zu uns 24h am Tag in wohlig warmem Wasser auf Tauchstation ist.
Ganz nebenbei gab es ja auch noch so einiges an Bayrischem zu genießen: hausgemachte Weißwurst mit Senf, selbstgebrautes Bier, die ein oder andere sprachwissenschaftliche Neuentdeckung und einen (eigentlich gar nicht so bayrischen) ausgezeichneten Vietnamesen. Und nicht zu vergessen: unser neustes, ebenfalls urbayrisches Mitglied im Langnasenbüschelbarsch-Fanclub. Willkommen!
So
18
Jan
2009
Möwen, Glühwein und ein verrückter Eisschwimmer
-1 Grad...wir sind seit mehr als vier Stunden draußen und genießen das Gekreische der Möwen, das Rauschen der Wellen und die klare, saubere Luft. Ich hatte fast schon vergessen, wie klar das Wasser der Ostsee ist und wie gut es tut, einen langen Strandspaziergang zu unternehmen. Während wir unseren Glühwein schlürfen, trauen wir unseren Augen kaum, als wir einen Schwimmer im Meer entdecken! Während ich schon bei 24 Grad und 7mm Neopren friere, schwimmt dieser Herr völlig ohne zweite Haut in aller Seelenruhe ein paar Bahnen und zieht danach naß durch die, wie bereits erwähnt, -1 Grad kalte Luft entspannt von dannen...
Insgesamt war das ein wundervolles Wochenende mit schmerzhaften Niederlagen (Backgammon), leckerem knallbuntem Kuchen und sonstigen Kaloriensünden und vielen Stunden gefüllt mit guten Gesprächen!
Do
15
Jan
2009
Nun also ein wahrer Blog
Neues Jahr, neues Glück! Ich habe nun also meine Website auf einen richtigen Blog umgestellt. Das bietet mir ein paar mehr Möglichkeiten, aber Euch immerhin auch die Chance, Kommentare zu meinen Einträgen zu posten (zusätzlich zum Gästebuch, das noch immer ein wenig traurig darüber ist, dass ich die meisten Eurer Einträge aus dem letzten Jahr versehentlich gelöscht habe). Die Beiträge aus dem letzten Jahr findet Ihr natürlich weiterhin, in der linken Menüspalte als Unterkategorie.
So
11
Jan
2009
Kalt, kälter, am kältesten
Dieser Winter ist endlich mal wieder ein richtiger Winter, mit allem drum und dran. Morgens friere ich mir die Finger dabei ab, die Scheiben meines kleinen Autos von einer dicken Eisschicht zu befreien, gieße heißes Wasser über die Düsen für die Scheibenwischanlage, damit ich durch meine völlig verdreckten Scheiben wieder etwas sehen kann, und fahre brav im 2. Gang an, um mich nicht mitten auf der Straße um 180 Grad zu drehen (naja, jedenfalls meistens). In der Mittagspause schaue ich aus unserem Kantinenfenster auf eine Eissäule, entstanden durch einen Wasserrohrbruch, in einer Größe,
Do
01
Jan
2009
Tiefgefroren ins neue Jahr
Dass es in Deutschland kalt sein würde, kälter als die 20-28 Grad in Ägypten, war klar. Dass es aber gleich -7 Grad werden mussten, war nicht abzusehen. Und so habe ich den Jahreswechsel - von einigen sehr kurzen Ausnahmen (siehe Foto) abgesehen - doch lieber unter der Wolldecke auf dem Sofa verbracht. Das war schon allein wegen des mehrere Tage andauernden Magengrummelns angebracht.
Nun hat sich dieses aufregende Jahr 2008 also ziemlich geräuschlos und leise verabschiedet und mich etwas kränkelnd, unsicher und neugierig in ein neues Jahr geschubst. Im Moment weiß ich noch nicht so recht, was ich mit diesem Jahr genau tun werde. Sicher ist nur, dass es wahrscheinlich nicht weniger ereignisreich und aufwühlend als das letzte werden wird. Und einen erheblichen Teil dessen, was da so los war, kann man ja hier nachlesen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei allen bedanken, die im letzten Jahr bedeutende Schritte mit mir gegangen sind, mit mir gebangt, gehofft, gelacht und geweint haben. Ich trage jede und jeden von Euch in meinem Herzen und freue mich auf die nächsten 365 Tage mit Euch!
Was auch immer kommen mag: Ich blicke zuversichtlich nach vorn und bin sicher, dass Ende 2009 mehr stehen wird als der Satz, den die Berliner nach einem Jahr Blockade und Luftbrücke 1945/46 als ihr Motto ausgaben: Hurra, wir leben noch!
Von der Kunst, das Rauschen des Meeres auch im Hauptstadtdschungel zu hören




















